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„Accessing.theatre” erforscht das Deep Web des Theaters. Mit Expert*innen aus der Praxis entstehen Vermittlungsformate, die für Berufseinsteiger*innen und Theaterinteressierte Einblicke in einen häufig mystifizierten und schwer zugänglichen Arbeitskosmos ermöglichen.

Foto von großen leeren Leinwand aus Beton, vermutlich eine Leinwand eines Autokinos oder ein Billboard

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Welche Erwartungen die Intendanz an Schauspielende beim Vorsprechen richtet, ob die Dramaturgie 24/7 für die Regie erreichbar sein muss und ob Du von der Statistin zur Schauspielerin werden kannst: Hier sammelt sich schwer zugängliches Wissen zu sehr konkreten Fragen rund um die Produktion, das Personal und die künstlerische Arbeit.

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Wie Privat-, Stadt- und Staatstheater, aber auch freie Spielstätten ihr Programm aufstellen, welche Rolle dabei der sogenannte „Kanon“, Uraufführungen, inhaltliche Schwerpunkte und das Abiturthema spielen – dazu entsteht hier ein Wissensfundus.

Foto von einem Durcheinander an Gestänge

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Ob Vorurteile zur Zusammensetzung eines Publikums der Realität entsprechen, welche Zuschauer*innen sich für welches Theater interessieren (und warum), welche Strategien Kulturbetriebe verfolgen, um die Stadtgesellschaft anzusprechen – diese Fragestellungen werden hier untersucht.

Eine historisches Gemälde, fast eine Karrikatur eines bürgerlichen Publikums, fast dekadent überspitzt gemalt

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Wie es um die Geschlechtergerechtigkeit steht, wie sich Leitungen konstituieren und woran sich Gagenverhandlungen bemessen – es gibt etliche Fragestellungen zur Praxis im internen Kulturbetrieb, die dessen politische Haltung auf den Prüfstand stellen. Doch auch externe Akteur*innen wie Verbände und Kulturpolitik nehmen Einfluss auf den Theaterkosmos einer Stadt. Mehr zur Politik in und außerhalb des Theaters gibt es hier!

 

Auf der Straße/Im Parkett

Eine Suche nach Publikum

 




Wer geht eigentlich ins Theater? Wen spricht das Theater nicht an, und warum nicht? Eine Passantenbefragung im Hamburger Stadtzentrum ist Ausgangspunkt einer Recherche, die schließlich ins Ohnsorg Theater und in das Deutsche Schauspielhaus Hamburg führt.

Interview und Straßenumfrage mit Anke Kell, Dramaturgin am Ohnsorg Theater (13:50")

Interview mit Bastian Lomsché, Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (21:20")

„Theater ist so weit weg innerlich. Wenn ich früher ins Theater gegangen bin, habe ich vorher das Theaterstück als Reclamheft gelesen, um mich vorzubereiten und überhaupt reinzukommen. Und die Zeit, Geduld und Konzentration für diese Auseinandersetzung ist einfach knapp. Aber einfach so reinlaufen ist ja auch doof.“

„Die Bilder kann Theater für mich nicht so rüberbringen. Ich schaue lieber Filme.“

„Die Atmosphäre und dieses Dabeisein! Ist ja nicht immer so, dass das rüberkommt, was auf der Bühne gespielt wird. Aber wenn es rüberkommt und man wird da einbezogen oder angesprochen, das ist eben das, was ein Fernseher nicht kann.“

„Es muss halt lustig sein.“

„Theater? Keine Zeit für.“

„Das Ohnsorg-Theater sieht man ja im Fernsehen.“

„Mein Mann geht nie, und alleine ist das nichts für mich.“

„Wenn das dann so moderne Stücke sind, da weiß ich gar nichts mehr.“

„Ich bin einfach noch nicht auf die Idee gekommen. Vielleicht muss man es einfach mal ausprobieren.“

„Es ist schön, dass es Theater gibt, dass diese Kultur gepflegt wird. Wenn ich wollte, könnte ich ja gehen, und das ist das Wichtigste.“

„Das Meiste reizt nicht so. Es gibt so viele Stücke, die man mal im Deutschunterricht kurz behandelt hat, wo man denkt: Niemals würde ich das machen!"

„Theater ist irgendwie so langsam. Ich interessiere mich eher für Netflix.“

„Wie die Leute die Rollen spielen, das Schauspiel, das beeindruckt mich.“

„Theater muss man im Voraus planen und Termine machen, das hält mich ab.“

„Wenn meine Freunde mir was empfehlen, dann schnappe ich mir meine Partnerin und wir schauen etwas an. Aber selbst bekomme ich kaum mit, was läuft.“

„Ich hätte Bedenken, dass es mir zu langweilig ist.“